
Die Schweizer U20-Nationalmannschaft hat es geschafft in einem spannenden Spiel kämpfte man die Slowakei mit 4:1 nieder. Die Schweiz ist damit im Viertelfinale und kann nicht mehr absteigen.
Auch in diesem Spiel plagten Köbi Kölliker Personalsorgen. Roman Josi brach sich im Spiel gegen die Letten den Finger und konnte nicht mitspielen. Der neue Captain war daher Lukas Stoop. Der Bündner löste seine Aufgabe gut. Er stand hinten gut und konnte das Spiel nach vorne immer wieder ankurbeln.
Überhaupt agierte die Verteidigung heute besser als im Spiel gegen die Letten. Da die Slowaken von Anfang an das Spiel machten, war dies auch nötig. Was sie drauf haben zeigte Rais in der fünften Minute, als er den Puck an den Pfosten hämmerte. Vor allem der ersten Reihe um Tomas Tatar, Marek Viedensky und Richard Panik gelang es immer wieder die Schweizer Verteidigung in Verlegenheit zu bringen. Die Slowaken schossen jedoch oft am Tor vorbei oder fanden ihren Meister in Benjamin Conz. Auf Schweizer Seite waren es die ersten zwei Linien um Sven Ryser sowie Nino Niederreiter, die zu Chancen kamen. Die beste Chance hatte Patrick Geering in der 18. Minute, als er nur die Latte traf.
Auch im zweiten Drittel kamen die Slowaken sofort zu Chancen. Zwei Mal Frantisek Gerhat und Libor Hudac scheiterten jedoch an Benjamin Conz. Die Schweizer waren unterdessen auf Konter aus. Jeffrey Füglister hätte einen solchen beinahe zum 1:0 genutzt. Die Szene schien die Eisgenossen zu beflügeln, denn nun kamen sie zu guten Chancen im Sekundentakt. Ryser scheiterte zwei Mal aus sehr guter Position, ehe Niederreiter in der 28. zum 1:0 ablenkte. Die Schweizer waren nun definitiv das bessere Team auf dem Feld. Loichat und Schäppi konnten ihre Chancen jedoch nicht zum 2:0 nutzen. Die Überlegenheit der Schweizer gipfelte schliesslich in einem Powerplay. Für einmal wurden die Schweizer jedoch nachlässig und liessen einen Konter von Viedensky zu. Schlumpf konnte sich nach der Szene bei den Schiris bedanken, dass er für sein Foul am Slowaken nur eine Strafe und keinen Penalty bekam. Mit dem Powerplay kamen die Slowaken wieder zu sehr guten Chancen. Benjamin Conz hielt das zu Null jedoch bravourös. Gegen Ende des Drittels hatte Reto Schäppi nochmals das 2:0 auf dem Stock. Der slowakische Goalie Tomas Halasz, zeigte jedoch auch eine gekonnte Parade.
Das letzte Drittel begann denkbar schlecht für die Schweizer. Viedensky konnte einen Abpraller von Conz im Tor versenken. Glück für die Schweiz. Der Schiedsrichter hatte wegen eines hohen Stocks bereits abgepfiffen. Die Slowaken waren nun aber ganz klar das bessere Team und kamen mit ihrer Powerlinie immer wieder zu Chancen. Ihnen war das Glück jedoch nicht hold. So schoss Panik in der 42. aus bester Position nebens Tor. Die Schweizer fuhren unterdessen nur noch Konter, dies taten sie allerdings sehr erfolgreich. Niederreiter konnte einen der 48. Minute einen solchen Konter zum 2:0 abschliessen. Die Slowaken steckten jedoch nicht auf und kamen weiter zu guten Chancen. Man schrieb die 54. Minute, da gelang es Richard Panik endlich einmal eine seiner vielen Chancen zum Anschluss zu nutzen. Die Schweizer verhielten sich ob der drohenden Gefahr jedoch ruhig und konnten wenig später im Powerplay auf 3:1 erhöhen. Die Slowaken riskierten nun alles und nahmen den Goalie raus, was die Schweizer zum 4:1 nutzten.
Erneutes Verletzungspech
Nach Alain Berger und Luca Sbisa hat sich nun auch Roman Josiverletzt. Der Berner bracht sich im Spiel gegen Lettland den Finger.
Roman Josi musste gegen die Slowakei pausieren. Ob er im Viertelfinale wieder mittun kann, ist zur Zeit fraglich.
Stimmen zum Spiel:
Richard Panik war nach dem Spiel sichtlich geknickt: „Weil wir unsere Chancen zu leichtfertig vergeben haben, konnten wir dieses wichtige Spiel nicht gewinnen."
Bei den Schweizern war die Freude unterdessen übergross. Michael Loichat konnte seine Freude kaum in Worte fassen: „Das ganze Team hat ein sehr gutes Spiel gezeigt. Wir wussten, dass es hart werden würde. Jeder hat gekämpft bis zum Umfallen."
Pechvogel Roman Josi war ebenfalls überglücklich über den Sieg: „Das Team hat eine unglaubliche Leistung gezeigt. Die Defensive stand sehr kompakt und die Offensive hat ihre Chancen in Tore umgemünzt. Auch Benjamin Conz hat seinen Job im Tor ausgezeichnet erledigt."
Im Viertelsfinale trifft die Schweiz am 2. Januar 2010 auf Russland.
Telegramm:
Schweiz - Slowakei 4:1 (0:0, 1:0, 3:1)
Credit Union Center, Saskatoon: 13177 Zuschauer. - SR: Ravodin (RUS), Sindler (CZE); Shikhanov (RUS), Tillerkvist-Jonsson (SWE).
Tore: 28. Niederreiter (Geering, Füglister) 1:0; 48. Niederreiter 2:0; 54. Panik (Rais, Hrasko; Strafe angezeigt) 2:1; Scherwey (Geering, Stoop; Ausschluss: Tatar) 3:1; Jörg (Niederreiter, Geering; ins leere Tor) 4:1. - Strafen: 3 x 2 Minuten gegen die Schweiz; 3 x 2 Minuten gegen die Slowakei.
Schüsse: 30:41 (10:13, 11:17, 9:11).
Schweiz: Conz (56:08 - 57:33 Mischler); Geering; Stoop, Fischer; Schlumpf, Untersander; Camperchioli; Loichat, Ryser, Schäppi; Füglister, Jörg, Niederreiter; Gay, Scherwey, Weber; Antonietti, McGregor, Marolf.
Slowakei: Halasz (Ersatz: Ciliak); Stajnoch, Rais; Siska, Maricini; Hrasko, Jankovic; Jaborik; Tatar, Viedensky, Panik; Bakos, Gerhat, Stastny; Mlynarovic, Illo, Gasparovic; Hudcek, Vandas, Lapsansky.
Bemerkungen: Schweiz ohne Sbisa (verletzt); 5. Pfosten Panik; 18. Pfosten Geering; 37. Pfosten Gasparivic; 57. Timeout Slowakei; Slowakei von 56:08 bis 57:33 ohne Torhüter.
Quelle: hockeyfans.ch


