
Die Schweizer U20 Nationalmannschaft schafft die Sensation und zieht dank einem 3:2 Sieg nachVerlängerung gegen Russland ins Halbfinale ein!
Die Schweizer traten zu Beginn des Spiels sehr defensiv auf. Sie begannen erst an der gegnerischen blauen Linie mit dem Vorchecking. In der Defensive gelang es den Schweizern die anstürmenden Russen aus dem Slot fern zu halten. Es zeigte sich dabei ein altes russisches Problem. Sie verfügen zwar über 20 ausgezeichnete Einzelspieler. Diese verstehen es jedoch wenig eine gepflegte Passstaffete auf zu ziehen. Die Schweizer Verteidiger versuchten daher die anstürmenden Russen auf die Flügel zu drängen. Zudem ärgerte man die Russen, in dem man die Checks fertig fuhr. Bis zur 16. Minute, als man Tatrasenko an der eigenen blauen Linie vergass, klappte dies hervorragend. Bei der angesprochenen Chance in der 16. Minute zeigte Benjamin Conz wieder einmal, wieso er einer der besten Torhüter des Turniers ist. Bei den Schweizern kam in der 14. und 15. Minute die Linie um Loichat, Ryser und Schäppi zu guten Chancen. Vor allem Loichat, liess jedoch die Präzision vermissen. Als die Russen zwei Minuten vor Schluss zu einem Powerplay kamen, zeigten sie doch noch ein gepflegtes Passspiel. Zum Tor reichte es auf Grund der fehlenden Präzision jedoch nicht.
Zu Beginn des zweiten Drittels zeigten sich die Schweizer aufsässig. Schäppi (23.), Niederreiter und Füglister (25.) kamen zu guten Chancen. Die aufkommenden Schweizer wurden nun immer frecher. Schlitzohr Loichat überlistete in der 28. Minute den russischen Goalie Bobkov mit einem Buebetrickli. Mit dem Tor weckte man nun aber den russischen Bär. Den Russen gelange es nun vermehrt die Schweizer einzuschnüren. Benjamin Conz lief jedoch zur Hochform auf. Selbst als Filatov in der 34. Minute alleine auf ihn loslief, blieb er ruhig und zeigte einen Bigsave. Die Russen wurden immer stärker. In der 39. Minute musste schliesslich auch Conz klein bei geben. Tarasenko hatte ausgeglichen. Die Schweizer schienen geschockt. Sie liessen den Russen zu viel Platz. Filatov nahm die Freiheiten war und gab den tötlichen Pass auf Petrov. Die Russen drehten das Spiel somit innert 16 Sekunden.
Im letzten Drittel wollten die Russen gleich alles klar machen. Sie setzten sich im Schweizer Drittel fest. Die Schweizer verteidigten jedoch erneut geschickt. Mit Fortdauer des ersten Drittels kamen auch die Schweizer wieder besser ins Spiel. Die Schweizer versuchten nochmals alles. Plötzlich standen die Russen nur noch hinten. Die taten sie jedoch geschickt. Es schien, als könnten sie die Schweizer niederkämpfen. Sie hatten ihre Rechnung allerdings ohne Nino Niederreiter gemacht. Der Bündner traf bei sechs gegen fünf und 27 Sekunden vor Schluss zum Ausgleich.
In der Verlängerung waren es wiederum die Russen, die aufs Tempo druckten. Doch auf die Schweizer kamen zu Chancen. Niederreiter der coole Hund schoss 14 Sekunden zum 3:2 ein!
Telegramm:
Rusland - Schweiz 2:3 (0:0, 2:1, 1:0, 0:1) nV
Credit Union Center, Saskatoon: 12278 Zuschauer. - SR: Jerabek (CZE), Piechaczek (GER); Suominen (FIN), Tvrdon (SVK). - Tore: 29. Loichat (Ryser, Schäppi) 0:1; 39. Tarasenko (Kitysin, Orlov) 1:1; 39. Petrov (Filatov) 2:1; 60. (59:27) Niederreiter; 65. Niederreiter. - Strafen: 5 x 2 Minuten gegen Russland; 2 x 2 Minuten gegen die Schweiz. - Schüsse: : (9:5, 27:11, 13:9).
Russland: Bobkov (Ersatz: Sadikov); Pivtsakin, Chudinov; Zaytsev, Orlov; Kostromitin, Klementyev; Tarasov; Khokhriakov, Petrov, Filatov; Burmistrov, Tarasenko, Kitsyn; Kuznetsov, Dedunov, Timkin; Trunev, Telegin, Gimbatov; Kulemin.
Schweiz: Conz (Ersatz: Mischler); Fischer, Untersander; Geering, Stoop; Camperchioli, Schlumpf; Loichat, Ryser, Schäppi; Füglister, Niederreiter, Marolf; Scherwey, Weber, Jörg; Gay, Antonietti, McGregor.
Bemerkungen: Schweiz ohne Sbisa und Josi (beide verletzt); Schweiz ab 59:05 bis 59:27 ohne Torhüter; 66. Timeout Russland.
Quelle: hockeyfans.ch


