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Allgemein | 31.12.2009
U20: Sieg gegen Lettland

Die Schweizer U20-Nationalmannschaft kämpft Lettland mit 7:5 nieder. Die Schweizer gingen früh mit 2:0 in Führung, verloren dann aber die Kontrolle über das Spiel. Erst im letzten Drittel konnte man die spielerische Überlegenheit ausspielen und das Spiel noch nach Hause bringen.


Wegen der Verletzung von Luca Sbisa musste Köbi Kölliker zwei neue Backpaare bilden. Stoop spielte mit Camperchioli und Schlumpf mit Untersander. Auch vorne nahm der Schweizer U20-Nationalcoach eine Änderung vor. Jörg spielte mit Füglister und Niederreiter, währenddem Scherwey in die Linie mit Schäppi und Ryser wechselte. Auch der lettische Coach Andrej Matcins stellte seine Linien um, so liess er Ronalds Kenins in der Toplinie neben Bukarts und Cinks laufen. Matcins rief sich wohl in Erinnerung, dass Kenins in der Organisation der ZSC Lions spielt.

 

Die Schweizer zeigten einen guten Start. Antonietti konnte die erste Chance in der dritten Minute gleich verwerten. Kurz darauf spielten die Schweizer im Powerplay. Es gelang ihnen dabei Druck auf den Goalie zu machen. Füglister gelang es die Scheibe zum 2:0 über die Linie zu kämpfen. Der lettische Coach reagierte auf den frühen Rückstand und wechselte seinen Goalie. Auf der anderen Seite wurde die Schweizer Verteidigung nachlässig. In der siebten Minute genoss Kenins viel Freiraum und traf zum 2:1. Plötzlich wurden die Schweizer nervös. Die Letten konnten nun viel Verkehr vor dem Tor produzieren. Aus dem Gewühl heraus traf wieder Kenins zum Ausgleich. Die Letten waren nun vollends im Spielrausch. Im Powerplay zeigten sie eine sehenswerte Kombination und gingen durch Topscorer Bukarts mit 3:2 in Führung. Bei den Schweizern war der Faden unterdessen ganz gerissen. Spielten sie Anfangs abgeklärt nach vorne, lief nun in der Offensive gar nichts mehr.

 

Zu Beginn des zweiten Drittels schienen die Schweizer den Faden wieder gefunden zu haben. Vor allem die Linie um Nino Niederreiter konnte viel Druck erzeugen und eine Strafe herausholen. Die beste Chance in dieser Überzahl hatte jedoch Bukarts, der bei seinem Breakaway am Pfosten scheiterte. Diese Chance war jedoch eher die Ausnahme. Die Schweizer drückten nun auf den Ausgleich und bekamen ihn in der 25. Minute durch Josi. Mit dem Tor wurden die Schweizer jedoch wieder nachlässiger. Erst verpasst Bukarts zwei Mal, dann musste sich Josi gegen zwei Letten wehren. Es war schliesslich Vigners, der die Situation mit dem 4:3 abschloss. Die Schweizer waren damit wieder im Rückstand. Man mussten deshalb wieder nach vorne spielen. Dies tat die Schweizer U20 zwar, konnten aber zuwenig Druck auf den Torhüter kreieren. Man kam selten gefährlich vors Tor. Wenn Ermics einmal einen Abpraller hatte, stand man meist falsche für diesen.

 

Der Beginn der letzten 20 Minuten sah aus Schweizer Sicht gar nicht gut aus. Die Letten kamen sofort zu guten Chancen. Sie verpassten es jedoch den Schweizern den K.O-Schlag zu verpassen. Die Schweizer kamen erst wieder zu Chancen, als Indrasis auf die Strafbank musste. Die Schweizer konnten sich schnell festsetzen. Weil es ihnen nun auch gelang Abpraller zu generieren, konnte Niederreiter zum 4:4 einschieben. Die Schweizer schienen nun ihre Lektion gelernt zu haben. Sie steckten diesmal nicht auf und spielten weiter konsequent nach vorne. Damit kam man zu vielen guten Chanen. Weber konnte eine dieser Chancen in der 46. Minute zum 5:4 nutzen. Stoop traf in der 49. den Pfosten und McGregor erhöhte in der gleichen Minute gar auf 6:4. Die Schweizer hatten damit die Kontrolle über das Spiel wieder erlangt. Das beide Teams noch je einmal trafen war zum Schluss eine Randnotiz.

 

Stimmen zum Spiel

Ronalds Kenins war nach dem Spiel sichtlich niedergeschlagen: „Der Sieg wäre im Hinblick auf die Relegation wichtig gewesen. Nun müssen wir gegen Österreich und Tschechien gewinnen. Vor allem gegen letztere wird es nicht einfach. Wieso wir verloren haben ist schwer zu sagen. Nach den Niederlagen gegen Kanada, die Slowakei und die USA waren wir niedergeschlagen. Wir konnten nicht mehr die Leistung abrufen, die wir beim 5:1 in der Vorbereitung gegen Russland zeigten."

Tim Weber sprach auf Schweizer Seite von einer Kopfsache: „Wir waren sehr nervös und spielten schon zu Beginn nicht gut. Die zwei frühen Tore konnten uns wenig beruhigen. Spätestens beim 3:2 hatte jeder gemerkt, dass man dieses Spiel verlieren kann. Im letzten Drittel hatten wir immerhin noch das Glück des Tüchtigeren. Ich hoffe, dass wir morgen gegen die Slowakei befreiter aufspielen können. Es war von Anfang an unser Ziel beide Spiele zu gewinnen und ins Viertelfinale einzuziehen."

 

Telegramm:

Schweiz - Lettland 7:5 (2:3, 1:1, 4:1)

Credit Union Center, Saskatoon: Zuschauer. - SR: Johansson (SWE), Olenin (RUS); Lederer (CZE), Shikhanov (RUS). - Tore: 3. Antonietti (Josi, Marolf) 1:0; 5. Füglister (Niederreiter, Scherwey; Ausschluss: Kauss) 2:0; 7. Kenins (Freibergs) 2:1, 10. Kenins (Freibergs) 2:2; 11. Bukarts (Cinks; Ausschluss: Niederreiter) 3:2; 25. Josi (McGregor, Marolf) 3:3; 27. Vigners (Vilkoits) 3:4; 45. Niederreiter (Josi, Scherwey; Ausschluss: Indrasis) 4:4; 46. Weber (Schäppi, Geering) 5:4; 49. McGregor (Stoop, Antonietti) 6:4; 55. Jörg (Niederreiter, Füglister) 7:4; 55. Bukarts (Kenins). - Strafen: 5 x 2 Minuten gegen die Schweiz; 6 x 2 Minuten gegen Lettland. - Schüsse: : (10:10, 12:11, 12:8).

Schweiz: Conz (Ersatz: Mischler); Geering, Josi; Camperchioli, Stoop; Untersander, Schlumpf; Fischer; Ryser, Schäppi, Scherwey; Füglister, Jörg, Niederreiter; Antonietti, McGregor, Marolf; Loichat, Gay, Weber.

Lettland: Kalnins (Ersatz: Ermics); Ilisko, Freibergs; Smits, Jakovlev; Kauss, Gritans; Kalvitis; Burkarts, Kenins, Cinks; Vilkoits, Indrasis, Vigners; Skvorcovs, Mickevics Lipsbergs; Upitis, Mazins, Ulescenko.

Bemerkungen: Schweiz ohne Sbisa (verletzt).

 

Quelle: hockeyfans.ch 

Jubelnde Schweizer