
Parallel zur National League A wird die Meisterschaft 2009/10 auch virtuell gespielt. Das Game NHL 10 verbindet das reale Schweizer Eishockey mit der digitalen Spielwelt. Im sogenannten Virtual National League Team der ZSC Lions gibts gar Vertreter der Top 600 weltweit.
Pascal und Remo Fischer heissen die Cracks in den Reihen der Zürcher. Miteinander verwandt sind sie zwar nicht, in Sachen Gamen verbindet die beiden 23-Jährigen aber vieles. Seit der 5. Klasse spielen sie regelmässig zusammen das NHL-Game. Und Fischer/Fischer agieren auf dem virtuellen Eis so stark, dass sie gemäss einer Statistik der 09er NHL-Ausgabe zu den besten 600 Spielern der Welt gehören.
Als die ZSC Lions vor fünf Monaten auf Spielersuche für das klubeigene Virtual-National-League-Team gingen, war für die beiden ZSC Fans schnell klar, dass ihre Bewerbung ebenfalls auf der Geschäftsstelle der Löwen eintreffen wird. Nun sind Pascal und Remo Fischer Teil der siebenköpfigen Mannschaft. Pascal ist sogar Teamführer. «Die ganze Truppe ist enorm stolz, die ZSC Lions virtuell vertreten zu dürfen», meint der Captain.
Volles Programm
Die Meisterschaft neben dem Eis hat einen einfachen Modus. An fünf verschiedenen Standorten werden alle zwölf virtuellen Teams ihre 50 Qualifikationsspiele bestreiten; je nach Ablauf sind das jeweils 10 Partien pro Event. Zwei Spieler gehen pro Team und Match ans Werk. Im März 2010 wird in den virtuellen Playoffs der Schweizer Meister gekürt. Im Vergleich zur realen Meisterschaft absolvieren also auch die virtuellen Profis das volle Programm. «Wie bei Mathias Seger sind auch meine Hände extrem gefordert», sagt der virtuelle ZSC Lions-Captain Pascal Fischer.
Zwei Meistertitel?
Mathias Seger weiss über das NHL 10 und die neue zweite Liga Bescheid. Er sagt sogar, dass das Game auch im realen Team beliebt ist. So beliebt, dass ZSC-Stars neben dem Eis erstSportchef Edgar Salis ein Veto für eine Xbox Konsole samt NHL 10 in der neuen Players-Lounge im Olymp eingelegt hat. Grund: Die Konzentration der Spieler wäre eventuell etwas abhanden gekommen. Die beiden Fischer-Kumpels schmunzeln, denn für sie ist jede Game-Minute mit einem Training gleichbedeutend. Manchmal duellieren sich die zwei während vier Stunden. Remo Fischer: «Der Ehrgeiz, Fortschritte zu erzielen, ist total vorhanden.»
Schliesslich wollen beide Zocker die virtuellen ZSC Lions entscheidend vorwärtsmanövrieren. Nach 17 Runden liegt das Team nämlich nur auf Platz 7 in der Tabelle. Captain Fischer meint cool: «Gegen oben ist noch vieles offen und der Abstand zum ominösen Strich beruhigend gross». Und was bei Seger und Co. gilt, trifft auch auf die Virtual National Legaue zu: Abgerechnet wird erst in den Playoffs. Wer weiss, vielleicht feiern die ZSC Lions dieses Jahr ja zwei Meistertitel.














